Braucht man auch mal URLAUB VOM YOGA?

Veröffentlicht am 10. Juni 2014

Yoga-Ferien sind derzeit sehr populär. Yoga und Urlaub verbinden, das erscheint vielen Menschen heutzutage eine ideale Kombination. Endlich Zeit zum Üben, Zeit für sich, Zeit zum Nichts-Tun, Es-sich-gut-Gehen und die Seele baumeln lassen. Das klingt wie Musik in den Ohren vieler alltagsgestresster und pflichtbewusster Bürger… Aber, und das werde ich gelegentlich gefragt, wie steht es eigentlich um jene Menschen, die ohnehin das ganze Jahr über sehr regelmäßig üben? Brauchen die vielleicht nicht mal URLAUB VOM YOGA? Nun ja, das kommt meiner Erfahrung nach ganz darauf an, wie diese Übungspraxis aussieht! In meinem eigenen Üben gehe ich das ganze Jahr über auf meinen aktuellen Bedarf, auf meine persönliche Verfassung ein. Dementsprechend sieht mein Üben täglich nicht gleich aus. Mein Schwerpunkt liegt zwar grundsätzlich in der Praxis der yogischen Körperübungen (die ich immer anpasse!), jedoch besteht mein Üben manchmal auch ausschließlich aus Meditation, aus Übungen zur Selbstreflexion oder aus Tiefenentspannung und Körperwahrnehmung. Nichts zu tun außer mich zu spüren ist ein regelmäßiger Teil meiner Praxis und nein, davon brauche ich keinen Urlaub!! Wessen Üben mehr ziel- oder leistungsorientiert angelegt ist, dem tut ein Urlaub vom Üben hingegen wahrscheinlich gut… Derjenige könnte das aber auch als Anlass nehmen, um diese Art von Üben zu hinterfragen und es so zu gestalten, dass Yoga zum täglichen Urlaub wird, von dem man tatsächlich keinen Urlaub braucht!

von Isabella Welsch

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